KI-Einführung

Der ROI von künstlicher Intelligenz hängt an den Menschen, die sie anwenden müssen.

Jeder Business Case für KI geht davon aus, dass die Tools so genutzt werden, wie man es sich vorgestellt hat. In Wirklichkeit nutzen nur wenige Menschen KI so gut, wie es ihre Fähigkeiten und die Technologie erlauben. Die meisten in der Organisation warten ab oder sehen in KI sogar eine Bedrohung für ihren Job. Diese Menschen kommen in der Rechnung meist nicht vor, dabei hängt genau an ihnen, ob sich die Investition lohnt.

Ein weggeworfenes Roboterbein unter einem halbsichtbaren Raumplan

Ausrangiertes Roboterbein, Sharjah, 2025. Foto: Jan Sedlacek.

Die Diagnose

Wenn sichtbar wird, dass ein KI-Programm nicht die erhofften Resultate bringt, gibt man meist der Technologie die Schuld oder einem Anbieter, der angeblich zu viel versprochen hat. Manchmal stimmt das. Häufiger funktionieren die Tools aber, nur sehen viele Menschen nicht, was sie persönlich davon haben.

Manager wissen nicht, was sie freigeben dürfen. Also geben sie nichts frei und warten auf eine Richtlinie, denn in einer grossen Organisation ist Nichtstun immer die sicherere Wahl. Die Geschäftsleitung hat zwar eine Ambition formuliert, aber nicht im Detail festgelegt, welche Entscheidungen künftig anders getroffen werden müssen. Für die Organisation bleibt deshalb alles beim Alten. Auf der operativen Ebene sehen die Mitarbeitenden, dass die Technologie viel kann. Sie sehen aber auch, dass der Business Case mit weniger Personal rechnet, und niemand kann ihnen ehrlich versprechen, dass nach der Einführung alle ihren Job behalten. Mit dieser Einschätzung liegen sie richtig.

Lösen lässt sich das nur mit einem klaren Zukunftsbild der Geschäftsleitung und mit Führungskräften in der ganzen Organisation, die genau wissen, was sich dafür ändern muss, und die dabei offen und ehrlich kommunizieren. Diese Führungskräfte brauchen oft Unterstützung. Bei der Suche nach Use Cases brauchen sie kaum Hilfe, das hat inzwischen jede Organisation erledigt. Schwierig ist, unter Druck Kurs zu halten. Im Kern ist KI eine ausserordentlich anspruchsvolle Transformation und keine einfache Einführung einer neuen Technologie. Wer das so sieht, geht die Aufgabe ganz anders an, als es die üblichen KI-Programme nahelegen.

56%

der CEOs sagen, dass KI bisher keinen nennenswerten finanziellen Nutzen gebracht hat. Investiert wurde, aber an der Art, wie gearbeitet wird, hat sich nichts geändert.

Wo die Geschäftsleitung ein überzeugendes Zukunftsbild vermittelt, sind Führungskräfte an der Front 2,4-mal häufiger begeistert von KI. Wo das Senior Management Vertrauen aufgebaut hat, stösst es 2,8-mal seltener auf Widerstand.


PwC, 29th Global CEO Survey, Januar 2026. 4454 CEOs in 95 Ländern. DDI, Global Leadership Forecast 2025. 10'796 Führungskräfte und 2185 HR-Fachleute in über 50 Ländern.

37%

der Führungskräfte sagen, dass ihre KI-Nutzung 2026 überhaupt einen Effekt auf das EBIT hat.

Von den Organisationen, die bei KI als High Performer gelten, geben fast drei Viertel an, ihre Arbeitsabläufe wegen KI grundlegend neu gestaltet zu haben. Bei den übrigen ist es nur etwa jede vierte. Bei diesen High Performern sagen die Befragten auch doppelt so häufig, dass ihr Senior Management sichtbar hinter den KI-Initiativen steht.


McKinsey, The state of AI in 2026: On the road to ROI, August 2026. Online-Umfrage unter 1719 Teilnehmenden in 97 Ländern, durchgeführt vom 4. Mai bis 8. Juni 2026.

Was wir tun

Der Einstieg

Diagnose der KI-Einführung

Wir finden heraus, warum Ihre KI-Investition nicht bringt, was versprochen wurde, und wo sie in der Organisation stecken bleibt.

Wir schauen dabei über die Führungsebene hinaus, weil die Antwort oft auf der operativen Ebene liegt, und wir sagen es offen, wenn das so ist. Sie erhalten eine Auswertung, aus der sich konkrete Massnahmen ableiten lassen, und eine klare Empfehlung, was sich als Nächstes lohnt.

Governance und Kultur

Wir helfen Ihnen, Regeln, Strukturen, Anreize und Gewohnheiten zu schaffen, damit Ihre Mitarbeitenden KI tatsächlich in ihrer Arbeit nutzen können.

Die meisten Organisationen haben eine KI-Richtlinie, aber wenig, was sie im Alltag umsetzt. Die Mitarbeitenden wissen nicht, was sie dürfen, wer entscheidet oder wofür sie belohnt werden. Genau daran arbeiten wir.

Executive Coaching und Beratung zu KI

Wir arbeiten einzeln mit Führungskräften, die KI-Initiativen verantworten und Resultate liefern müssen, als Coach oder als Senior Advisor, je nachdem, was die Situation verlangt.

Manche Führungskräfte stehen heute mit ihrem Namen für die KI-Themen. Sie verantworten ein Ergebnis, das meist von Funktionen und Faktoren abhängt, die sie nicht vollständig kontrollieren. Sie bewegen sich in einem Feld, in dem ihre eigene Expertise erst wächst, und die Erwartungen sind enorm hoch.

KI-Trainingsprogramme für Führungskräfte

Für Manager, die KI in ihren Teams verankern müssen.

Ob KI im Alltag ankommt, entscheiden am Ende die Manager. Sie haben einen Use Case, ein Tool und ein Ziel bekommen, meist aber nicht viel mehr. Oft fühlen sie sich überfordert oder sogar hin- und hergerissen, weil sie wissen, dass die Technologie Jobs in ihrem Team gefährdet, vielleicht sogar ihren eigenen. Für diese Ebene sind unsere Programme gemacht. Es geht darum, welche Art von Führungskraft man im Zeitalter von KI sein will, wie man Menschen führt, die sich insgeheim um ihren Job sorgen, und wie man die Veränderung am Leben hält, wenn die Begeisterung des ersten Monats verflogen ist.

Wie wir bei der KI-Einführung vorgehen

Bei jedem Schritt mit KI müssen einige Führungskräfte etwas tun, das sie noch nie getan haben.

Deshalb betrachten wir zwei Dinge zusammen: wo die Organisation bei KI tatsächlich steht und was die nächsten Schritte von den Menschen verlangen, die sie umsetzen müssen. Für das Erste nutzen wir unser Corporate AI Journey & Maturity Framework, entwickelt von den Luminum Partnern Alex Mahr und Jan Sedlacek. Für das Zweite schauen wir uns die konkrete Situation der Führungskräfte an, die die Veränderung verantworten, und was sie für diese Menschen persönlich bedeutet.

Das KI-Reifegradmodell (Corporate AI Journey & Maturity Framework)

Wo Ihre Organisation steht, gemessen an überprüfbaren Fakten

Das Framework hat zwei Dimensionen: vier Wellen, die zeigen, auf welche Art KI Wert schafft, und fünf Levels, die zeigen, wie weit eine Organisation in jeder Welle gekommen ist. Dazwischen liegen sieben Schritte, und jeder davon ist eine Führungsaufgabe. Die drei Abschnitte unten bauen das Framework auf: zuerst die Wellen, dann die Levels, dann die Schritte.

1 · Die Wellen

KI erreicht eine Organisation in vier Wellen, die parallel verlaufen

TIME →WAVE 1GenAI-supportedorganisationWAVE 1 · GenAI-supportedWAVE 2Enhanced processes,products & servicesWAVE 2 · Enhanced processesWAVE 3Product & serviceinnovationWAVE 3 · Product innovationWAVE 4Business modelinnovationWAVE 4 · Business model1234

WAVE 1 GenAI-supported organisation

Allgemeine KI-Tools helfen Menschen bei ihrer eigenen Arbeit.

Typische Anzeichen

  • Copilot, Gemini oder Claude sind eingeführt
  • Eine KI-Richtlinie und Governance sind etabliert
  • Ein Netzwerk von KI-Champions
  • Die Nutzung wird in der ganzen Organisation gemessen

WAVE 2 Enhanced processes, products & services

KI verändert, wie ein Kernprozess funktioniert, nicht nur, wie Einzelne darin arbeiten.

Typische Anzeichen

  • Eine Funktion ist vollständig mit KI neu gestaltet
  • KI ist in kundennahe Abläufe eingebaut
  • Personal wird anders eingesetzt statt abgebaut
  • Einsparungen sind im Finanzreporting sichtbar

WAVE 3 Product & service innovation

Sie verkaufen Produkte oder Services, die es ohne KI nicht gäbe.

Typische Anzeichen

  • Neue Ertragsquellen, die auf KI beruhen
  • Expansion in angrenzende Märkte
  • Eigene Daten schaffen einen Vorsprung, den andere nicht kopieren können
  • Erste Netzwerkeffekte durch Daten entstehen

WAVE 4 Business model innovation

KI verändert, wie die Firma Geld verdient, nicht nur, was sie verkauft.

Typische Anzeichen

  • Die Wertschöpfung folgt einer neuen Logik
  • KI-native Spin-offs, Plattformen oder Ökosysteme
  • Die Organisation ist um die neue Wertschöpfung herum umgebaut
  • Das bisherige Geschäftsmodell wird als Cash Cow weitergeführt

2 · Die Levels

Jede Welle durchläuft dieselben fünf Levels, und jedes ist schwerer zu erreichen als das vorherige

LEVEL 1LEVEL 2LEVEL 3LEVEL 4LEVEL 5ExplorationExperimentationOperational PocketFull ScaleCompetitive AdvantageJemand mit Entscheidungsbefugnis hat die Arbeit in Auftrag gegeben. Noch läuft nichts.Eine erste Anwendung läuft mit echten Nutzern, und die Wirkung wird an einer Ausgangslage gemessen.Ein Bereich arbeitet standardmässig so, und das Ergebnis erscheint in einem Reporting, für das jemand verantwortlich ist.Das Operating Model ist formell angepasst: Rollen, Entscheidungskompetenzen oder Strukturen sind offiziell neu festgelegt.Kunden, Wettbewerber, Preise oder der Arbeitsmarkt zeigen, dass Sie einen Vorsprung haben.
  • Level 5 Competitive Advantage. Kunden, Wettbewerber, Preise oder der Arbeitsmarkt zeigen, dass Sie einen Vorsprung haben.
  • Level 4 Full Scale. Das Operating Model ist formell angepasst: Rollen, Entscheidungskompetenzen oder Strukturen sind offiziell neu festgelegt.
  • Level 3 Operational Pocket. Ein Bereich arbeitet standardmässig so, und das Ergebnis erscheint in einem Reporting, für das jemand verantwortlich ist.
  • Level 2 Experimentation. Eine erste Anwendung läuft mit echten Nutzern, und die Wirkung wird an einer Ausgangslage gemessen.
  • Level 1 Exploration. Jemand mit Entscheidungsbefugnis hat die Arbeit in Auftrag gegeben. Noch läuft nichts.

Ein Level gilt erst als erreicht, wenn es sich überprüfen lässt. Dass es sich fortgeschritten anfühlt, reicht nicht. Die meisten Organisationen stehen in jeder Welle auf einem anderen Level. Deshalb sagt das Profil über alle vier Wellen mehr aus als jeder einzelne Wert.

3 · Die Schritte

Damit KI wirklich genutzt wird, braucht es die Führungskraft selbst und nicht einen Programmmanager

Ein Level höher innerhalb einer Welle · in jeder Welle dieselben vier

LEVEL 1LEVEL 2LEVEL 3LEVEL 4LEVEL 5Deciding to try1Changing how the work is done2Adopting what someone else built3Turning capability into choices4

Von einer Welle zur nächsten

WAVE 1WAVE 2WAVE 3WAVE 4567
  1. 5From personal help to redesigned work wave 1 → 2
  2. 6From saving to building wave 2 → 3
  3. 7Questioning how the firm earns wave 3 → 4

Es gibt sieben Schritte: Vier führen innerhalb einer Welle ein Level höher, drei von einer Welle zur nächsten. Jeder Schritt wird von wenigen Führungskräften verantwortet und verlangt von ihnen etwas, das ihre Rolle bisher nicht verlangt hat. Wo diese Schritte ins Stocken geraten, geschieht das nach erkennbaren Mustern, und diese Muster haben wenig mit der Technologie zu tun.

Corporate AI Journey & Maturity Framework mit Wellen, Levels, Schritten und Führungsdimension von Alex Mahr und Jan Sedlacek, gestützt auf veröffentlichte Arbeiten von BCG, McKinsey, Bain, Deloitte, Roland Berger und Oliver Wyman.

Das vollständige Framework

Jedes Level in jeder Welle, mit Beispielen

Das Framework zeigt, wie jedes der zwanzig Felder in der Praxis aussieht, und beschreibt die sieben Schritte im Detail, auch was jeder davon von der verantwortlichen Führungskraft verlangt. Dazu kommen die Quellen, auf denen es beruht.

Zum Framework →
Woran wir arbeiten

Wir arbeiten sowohl an der Organisation als auch mit den Führungskräften, denn beides verlangt eine eigene Perspektive und eigene Expertise.

Mit unseren kurzen Tests sehen Sie beide Dimensionen für Ihre eigene Organisation zusammen: wo sie in jeder Welle steht, welcher Schritt als Nächstes kommt und was dieser Schritt von den Menschen verlangt, die ihn umsetzen müssen.

Säule I – Die Organisation

Wo steht sie? Welcher Schritt kommt als Nächstes?

Gemeinsam mit einem Sponsor aus dem Senior Management ordnen wir die Organisation im Framework ein und prüfen bei jedem Level, das sie für sich beansprucht, ob es sich belegen lässt. Dann benennen wir den Schritt, den die Strategie der Organisation als Nächstes braucht. Danach schauen wir, wer diesen Schritt verantwortet, ob diese Personen die Zeit dafür haben und wo es hakt. Das ist unsere Diagnose der KI-Einführung. Liegt die Antwort in Regeln, Entscheidungskompetenzen und Anreizen, geht es mit unserem Angebot Governance und Kultur weiter. Liegt sie bei einigen wenigen Personen im Senior Management, beraten wir diese Personen direkt.

Wo steht Ihre Organisation?

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Säule II – Die Führungskraft

Was wird von Ihnen als Führungskraft verlangt?

Eine Führungskraft, die einen dieser Schritte verantwortet, muss ihr Umfeld lesen und darin ihren Platz finden. Das ist eine einzige Aufgabe und nicht zwei. Das Umfeld lesen heisst wissen:

  • woran Erfolg gemessen wird und wer das beurteilt;
  • ob die Unterstützung von oben auch einen sichtbaren Rückschlag übersteht;
  • welche Kollegen durch die Veränderung gewinnen oder verlieren;
  • was die Veränderung aus Sicht des Teams für die eigenen Rollen bedeutet.

Seinen Platz finden heisst:

  • KI in der eigenen Arbeit nutzen;
  • sich damit auseinandersetzen, was die Veränderung mit dem Teil der eigenen Arbeit macht, für den man am meisten geschätzt wird;
  • jemanden haben, mit dem man das durchdenken kann, statt allein damit zu sein.

Hier kommen Executive Coaching und persönliche Beratung ins Spiel.

Wo stehen Sie als Führungskraft?

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Kontakt

Lassen Sie uns über die KI-Einführung in Ihrer Organisation sprechen

LUMINUM Partners gestaltet jedes Mandat individuell, denn jede Organisation ist in einer anderen Situation, und jede Führungskraft steht an einem anderen Punkt ihrer Entwicklung.

Vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch mit uns.

Schreiben Sie an hello@luminumpartners.com oder nutzen Sie das Formular.

Ihre Nachricht wird über unseren Formulardienst Formward übermittelt. Siehe Datenschutzerklärung.

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